Folgen des Klimawandels

Folgen des Klimawandels für Afrika – Burkina Faso

Der afrikanische Kontinent ist am stärksten vom Klimawandel betroffen. Zum einen ist hier mit einer starken klimatischen Veränderung zu rechnen. Zum anderen
lebt hier schon jetzt ein verhältnismäßig hoher Anteil armer und hungernder Menschen, so dass die Anfälligkeit der Menschen gegenüber den Folgen desKlimawandels besonders hoch ist. Viele der Staaten sind zudem politisch instabil und werden kaum Willens oder in der Lage sein, ausreichendes Krisenmanagement zu betreiben. Besonders südlich der Sahara wird die Ernährungssicherung immer schwieriger. Die Landwirtschaft in diesem dürregefährdeten Gebiet ist von den geringen Regenfällen abhängig. Ein anspruchsvolles System von Zwischenfruchtanbau wurde im Laufe der Kulturgeschichte entwickelt, um in diesem ungastlichen Klima Lebensmittel anzubauen. Der Klimawandel könnte nun dieses sensible Gefüge völlig zerstören. Für 2060 wird bei einer Temperaturzunahme von 2,9°C (mittlere zu erwartende Erwärmung) in Afrika ein Niederschlagsrückgang um 4% sowie ein Ertragsrückgang von 25% erwartet. Außerdem sollen sich die ariden und semiariden Gebiete bis 2090 auch noch um 60-90 Millionen ha. ausdehnen. Es wird befürchtet, dass die Erträge des Regenfeldbaues 2020 nur noch halb so hoch sind, wie sie im Jahr 2000 waren. Für Sorghum, das an Trockenheit angepasste Grundnahrungsmittel der Region, liegt der Ertragsrückgang regional sogar bei 70%.013_Burkina_Faso_250_13

Burkina Faso – Ehemals grünes Paradies.

Der Afrikaforscher Heinrich Barth schrieb 1850 nach seinem Besuch in Dori von dichtkronigen Bäumen, Finken, Tauben, Affen und Löwen, die reichlich Wasser fanden.
100 Jahre später ist das Land verdorrt und verwüstet. Dürreperioden, wie die von 1968 bis 1973, machen Mensch und Vieh das Leben dort fast unmöglich.

In dem semiariden Klima fällt zwar in etwa so viel Niederschlag wie in Berlin, allerdings nicht regelmäßig über das Jahr verteilt:Während der achtmonatigen Trockenzeit regnet es überhaupt nicht, und auch während der Regenzeit können die Niederschläge in einer kurzen Zeitspanne fallen.

Quelle: Klimawandel und Ernährungssicherheit, Grundlagentext zur MISEREOR-Fastenaktion 2009, Anika Schroeder, Anja Mertineit und Manuel Benteler

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